Lassen Sie uns über das sprechen, was der eigenen Entwicklung oft im Weg steht: die Komfortzone.
Die Komfortzone ist wie ein gemütlicher Sessel vor dem Kamin: warm, vertraut und ein Ort, an dem man sich sicher fühlt. Doch wenn man zu lange sitzen bleibt, kommt man eben auch nicht vorwärts. Veränderung beginnt erst, wenn man aufsteht und sich in Bewegung setzt. Und irgendwann wird es ja auch in dem besten Sessel mal unbequem.
Werfen wir zunächst mal einen Blick auf die vier Dimensionen der Komfortzone.
Unterricht an der eigenen Schule in den gewohnten Klassen: Komfortzone. Ein Vortrag an der Uni: Das lässt bei den meisten schon ein paar Schweißperlen auf der Stirn entstehen, denn damit wären sie räumlich bzw. „geographisch“ raus aus ihrem gewohnten Terrain.
Routineaufgaben erledigen oder die eigenen Fächer unterrichten: Komfortzone. Als Kunstlehrer spontane Vertretung im Sportunterricht: Das ist ein Sprung ins kalte Wasser. Bezogen auf die Tätigkeit also ganz klar außerhalb der Komfortzone.
Auch zwischenmenschlich kann man seine Komfortzone verlassen. Freunde, Familie, Kollegen: Kein Problem. Doch ein Gespräch mit der Schulrätin? Na, Sie verstehen, was ich meine… 😉
Zum zehnten Mal denselben Unterrichtsstoff vermitteln: Komfortzone. Ein Buch über Quantenphysik lesen: Das ist geistiges Neuland und damit außerhalb des Gewohnten.
Die Komfortzone ist sehr vertraut und angenehm, aber persönliches Wachstum beginnt eben nur außerhalb. Der Schritt ins Unbekannte ist der Schlüssel zu neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Erfolgen.
Es ist keine Frage: Natürlich fühlen sich die allermeisten in der Komfortzone am wohlsten. Das ist völlig normal und tief in uns allen verankert. Es ist auch durchaus logisch und verständlich und sogar auch gesund so – ursprünglich zumindest. Der Mensch ist bekanntlich ein Herdentier und nur als solches konnte der Mensch als Rasse überleben. Hätte er als Einzeltier sein Dasein gefristet, so hätte die Menschheit wohl kaum Überlebenschancen gehabt. Um nun auch in der Herde – der Komfortzone – zu bleiben, hat die Natur den Menschen mit diesem Trieb ausgestattet.
Es ist also ein Urinstinkt, den wir hier in uns tragen, in der Komfortzone bleiben zu wollen. Jedoch steht dieser Instinkt unserer Entwicklung in der heutigen Gesellschaft im Weg. Unser innerer Höhlenmensch schreit zwar: „Bleib da, wo’s sicher ist!“, aber trotzdem wissen wir, dass Veränderung und Erfolg erst da draußen passieren.
Der erste Schritt aus der Komfortzone fühlt sich meistens unangenehm an und ist leider selten von herausragenden Erfolgen gekrönt. Meistens ist es eher ein Bauchklatscher. Aber genau dieser Moment zeigt Ihnen: Sie sind draußen.
Wenn Sie sich nun also entschieden haben, etwas zu verändern und Ihre Komfortzone zu verlassen, dann ist das eine super Entscheidung. Damit das Ganze erfolgreich verläuft, gilt es ein paar Aspekte zu beachten, denn es hat leider so seine Tücken.
Sicher können sie sich gut vorstellen, dass es mehr Überwindung kostet und kleinere Erfolgschancen mit sich bringt, wenn Sie in allen 4 Bereichen gleichzeitig aus Ihrer Komfortzone gehen. Ein spontaner Vortrag an der Uni zu einem neuen Themenfeld vor vielen unbekannten erwachsenen Menschen muss es also nicht gleich sein. Nichts wäre vertraut und Sie finden nirgends Halt. Dosieren Sie Ihr Verlassen der Komfortzone daher und beginnen Sie in einem oder zwei Bereichen Ihre Veränderung.
Diese notwendige Dosierung ist auch bei der Größe der Entwicklungsschritte von Bedeutung. Große Schritte werden zwar oft propagiert, erweisen sich jedoch meist als kontraproduktiv. Stellen Sie sich vor, Ihre Komfortzone ist von einer Gummiwand umgeben. Wenn Sie nun zu schnell weit hinausspringen, prallen sie gegen diese Gummiwand und mit viel Schwung zurück. Die Landung ist meist ziemlich unsanft und ein erneuter Schritt hinaus wird ungern getan – ganz nach dem Motto: „Ich hab´s probiert, aber es ist nichts für mich. Da kann man nichts machen“. Daher: Keine riesigen Sprünge, sondern kleine Schritte. Ein Schritt nach dem anderen, bis er zur Gewohnheit geworden ist. So wächst Ihre Komfortzone langsam, aber sicher.
Und genauso gehen wir auch gemeinsam vor, wenn wir zusammen arbeiten. Ich begleite Sie in Ihrem Prozess der Veränderung und Entwicklung Schritt für Schritt, sodass Sie stets bestens unterstützt sind.

